SPORTHACKS.
Sport ist oft von standardisierten Regeln geprägt, die sich an festgelegten Normen orientieren. Warum halten wir uns so strikt daran und brechen nicht aus diesen bekannten Strukturen aus, um Neues zu wagen? Hier setzt die App SPORTHACKS an. Es wird ein kreativer Raum geöffnet, in dem Sportarten neu gedacht und persönliche Fähigkeiten auf ungewohnte Weise genutzt werden können. Statt den Leistungsgedanken zu verfolgen, lädt die App ein, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu lösen und Sport inklusiver zu gestalten. Mit SPORTHACKS werden Routinen durchbrochen und innovative Regelbrüche ("Erweiterte Regeln") festgehalten.
Diese Hacks regen dazu an, Sport nach eigenen Bedürfnissen und Ideen zu gestalten. Für jede Sportart gibt es Unterseiten mit Infotexten, Videos und Filteroptionen für individuelle Regeln. Beispielsweise, kann sich der Fokus auf bestimmte Sinne richten und Andere vernachlässigen.
Die App ist mehr als nur ein Werkzeug: Sie wird zum Anstoß, um gemeinsam in Bewegung zu kommen und Vielfalt zu feiern. Eine dynamische, stets neu definierbare Teilhabe wird geschaffen.
Ich grenze mich bewusst von der Theorie des universellen bzw. barrierefreien Designs ab, da es meines Erachtens nicht möglich ist, ein „Design für alle“ zu entwickeln. Eine einheitliche Anforderung an Gestaltung widerspricht der individuellen Anpassung an Zielgruppen. Gestaltung sollte flexibel und zielgruppenspezifisch sein, um realen Rahmenbedingungen gerecht zu werden. Die Frage, wann universelles Design erreicht ist, bleibt kritisch, da Vorstellungen von Behinderung und Inklusion stark variieren. Es ist herausfordernd, alle Bedürfnisse zu berücksichtigen, da Einschränkungen sehr individuell sind. Ein Vorteil digitaler Anwendungen liegt in der Möglichkeit, Barrieren über Feedback-Mechanismen kontinuierlich zu identifizieren und anzupassen.
Bei der Gestaltung der App habe ich versucht viele Dinge für (junge) Erwachsene zugänglich zu gestalten und binde dabei aber die Möglichkeit der Weiterentwicklung durch Anmerkungen von Nutzer:innen bewusst ein.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Zwei-Sinne-Prinzip, um die App für Menschen mit körperlichen Einschränkungen zugänglich zu machen. Durch Features wie Voice-Over-Funktion, Vibrationen und klare visuelle Kontraste werden Sehen, Hören und Tasten gleichermaßen angesprochen. Für die Gestaltung der Benutzeroberfläche habe ich bei der Farbwahl Akzente durch ein energetisierendes Neongrün geschaffen. Neben dem guten Schwarz-Weiß Kontrast, hat die Farbe einen klaren Sportbezug, da auffällige Farben im Sportkontext häufig genutzt werden, um Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit zu gewährleisten.
Typografisch viel es leicht eine Entscheidung zu treffen. Hier habe ich mich für die Nutzung der Atkinson Hyperlegible Font entschieden, die für maximale Lesbarkeit optimiert wurde, sowie auf einen klar strukturierten und logischen Aufbau geachtet. Feedback von Expert:innen, wie dem Deutschen Behindertensportverband, einer UX-Designerin und Nutzern mit Sehbehinderungen, wurde aktiv in die Entwicklung integriert. Die App ist responsiv angedacht, sodass sie sowohl auf Smartphones als auch auf größeren Bildschirmen intuitiv bedienbar ist und langfristig vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bietet. Inhaltlich sind die Texte verständlich formuliert und werden durch Videos, Bilder und Audio unterstützt.